Umjubelter „Messias“ beschließt „Zwischentöne“

Mit einer umjubelten Aufführung von Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Messias“ gingen am Samstag die „Montforter Zwischentöne“ in Feldkirch zu Ende. Das Festival ist mittlerweile fest verankert in der heimischen Kulturszene.

Das „Hallelujah“ aus Händels „Messias“ hat jeder ordentliche Kirchenchor in seinem Repertoire - allerdings wird es selten so schön gesungen wie vom Kammerchor Feldkirch am Samstagabend. Bassbariton Lisandro Abadie und der Trompeter Herbert Walser-Breuss bürgten zusammen mit dem Concerto Stella Matutina für den barocken Originalklang.

Ungeahnte Aktualität

„Wenn es um das barocke Repertoire geht, dann gibt es für mich eigentlich kaum eine Alternative außer eben dem alten Instrumentarium“, sagte Dirigent Benjamin Lack. Mit seinem Kammerchor Feldkirch machte er zum 15. Geburtstag eine Neuentdeckung: Die Heilsgeschichte, die das Oratorium erzählt, handelt von dem, was uns im Alltag bewegt.

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Montforter Zwischentöne

Im Beitrag sehen Sie: Folkert Uhde, Dramaturg; Maria Erlacher, Sopran; Benjamin Lack, Dirigent; Hans-Joachim Gögl, Konzept

„Die Wertschätzung des Menschen, dass der Mensch leben darf, Verfolgung, Mobbing - alles Themen, die anscheinend damals die Menschen berührt haben und immer noch, jetzt auch, da sind“, so die Sopranistin Maria Erlacher.

Atemberaubende Zwischentöne

Die Solisten standen mitten im Publikum - ihre Klagen, ihr Jubel, ihre Angst - entsprechen ganz unseren eigenen Gefühlen. Per Live-Schaltung machte sich der ORF-Journalist Hanno Settele bei Fachleuten kundig, etwa beim Palliativmediziner Otto Gehmacher.

Der „Messias“ in einer Fassung, die niemanden kalt ließ - musikalisch schlackenlos schön, dramaturgisch packend gestaltet und versehen mit atemberaubenden Zwischentönen.

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