Konzeptkunst-Legende Lawrence Weiner im KUB

Mit Lawrence Weiner beschließt einer der bekanntesten Künstler der Gegenwart das Ausstellungsjahr im Kunsthaus Bregenz. Der 74-Jährige ist eine Legende der Konzeptkunst.

Weiner sei einer der Helden der Kunst, einer der großen Weisen, einer, der die Welt genau beobachtet, sagt KUB-Direktor Thomas Trummer. Naturgemäß waren während der Planung und des Aufbaus der Ausstellung die Wahlen in Amerika Thema.

KUB Laurence Weiner
Kunsthaus Bregenz/Rudolf Sagmeister

Am Tag nach der Wahl war Weiner ernüchtert und auch ein bisschen ratlos: „Ich weiß nicht, wie das meinem Land passieren konnte, aber: Es ist passiert. Es ist sehr seltsam, dass das Land so ausgeflippt ist und einen Rassisten gewählt hat.“ Allerdings gebe es in Österreich, Frankreich, Holland und Großbritannien ähnliche Probleme. „Ich weiß nicht wieso, aber es ist so. Ich bin kein Politiker, ich bin Künstler. Und ich schaue auf die Welt als ein Künstler.“

Sprache als künstlerisches Material

Mit seiner Ausstellung, die eigens für das KUB geschaffen wurde, hält Weiner dagegen. „Wherewithal - Was es braucht“ ist der Titel. Wahrscheinlich ist das die Frage in der heutigen Zeit: Was, wieviel ist wesentlich? Weiners künstlerisches Material ist die Sprache, Textbänder zieren auf der ganzen Welt Gebäude, auf dem Flakturm in Wien, auf der Hafenanlage in Hamburg - nun füllen sie in leuchtenden Farben die Wände des KUB.

Austellung Lawrence Weiner

Mit Lawrence Weiner beschließt einer der bekanntesten Künstler der Gegenwart das Ausstellungsjahr im Kunsthaus Bregenz.

Bei der Anordnung seiner Text-Bilder hat Weiner an einen Geysir gedacht - was unterirdisch kocht, sprudelt aus kleinen Öffnungen hervor. Manchmal kommt es zu Verschiebungen an der Oberfläche. Das ist es auch, was Kunst leisten kann, so Weiner - sie bahnt sich den Weg. Wenn sie die richtigen Fragen stellt, kann sie Auswege zeigen.

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