Nestroy-Preis für das aktionstheater ensemble

Das aktionstheater ensemble ist am Montagabend für „Kein Stück über Syrien“ mit dem Nestroy-Preis bedacht worden. Den Preis nahm Martin Gruber entgegen, der das Konzept für das Stück erstellt hatte.

Die Auszeichnung erfolgte in der Kategorie „Beste Off-Produktion“. Darunter sind Inszenierungen jenseits des etablierten Theaterbetriebs zu verstehen, die oft auf experimentelle und unkonventionelle Mittel zurückgreifen. Das aktionstheater ensemble wurde bereits im Vorjahr in dieser Kategorie nominiert, heuer klappte es mit der Auszeichnung.

Nestroy-Preis aktionstheater ensemble
APA/Herbert Neubauer
Martin Gruber nahm die Auszeichnung entgegen

„Kein Stück über Syrien“ setzt sich anhand von vier Hauptpersonen mit unterschiedlichen Meinungen und Ansichten zur Flüchtlingskrise auseinander, ohne dabei Stellung zu beziehen. Das Konzept lieferte Martin Gruber, der Text wurde vom aktionstheater ensemble ausgearbeitet.

Verzicht auf Rollennamen

Die Darsteller Michaela Bilgeri, Susanne Brandt, Robert Finster und Alexander Meile verzichteten dabei auf Rollennamen und traten stattdessen mit ihren tatsächlichen Vornamen auf. Bei der Premiere im vergangenen Dezember an Spielboden in Dornbirn wurde das Stück von der Band „Panda Pirate“ musikalisch begleitet.

Der Nestroy ist der österreichische Theaterpreis. Der nach dem Dichter Johann Nepomuk Nestroy benannte Preis wird seit 2000 verliehen. Insgesamt gibt es vierzehn Kategorien.

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