RHESI: Einsprüche könnten Verzögerung bringen

Dem Hochwasserschutzprojekt RHESI drohen große Verzögerungen. Das Projekt soll auch die Trinkwasserversorgung sichern. Gegen zwei neue Messstationen haben jetzt aber Umweltschutzorganisationen Einspruch erhoben.

Seit Jahren läuft das Hochwasserschutz-projekt RHESI. Es soll den Hochwasserschutz im Rheintal verbessern und die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung auf beiden Seiten des Rheins sichern. Dazu sind auf der Vorarlberger und der Schweizer Seite des Rheins genaue Trinkwasseruntersuchungen geplant, und dafür sollen auch zusätzliche Pegelmessstationen errichtet werden. Acht davon sollen in Vorarlberg entstehen, fünf in der Schweiz.

Naturschützer befürchten weitere Brunnen

Gegen die Bohrungen für zwei dieser neuen Messstationen in St. Margrethen haben nun die Umweltschutzorganisationen WWF und Pro Natura Einspruch erhoben, berichtet Urs Kost, Vorsitzender der Gemeinsamen Rheinkommission. Grund dafür sei unter anderem, dass WWF und Pro Natura aus Gründen des Naturschutzes keine weiteren Trinkwasserbrunnen im Rheinvorland möchten.

Projektleiter hofft auf Abweisung der Einsprüche

RHESI-Projektleiter Markus Mähr erklärt dazu, dass neue Messstationen nicht auch automatisch neue Brunnen im Rheinvorland bedeuteten. Es gehe hier darum, mit den zusätzlichen Messstationen eine genaue Analyse des Grundwassers durchführen zu können. Diese Ergebnisse seien für die Planung und später im Bewilligungsverfahren für RHESI unverzichtbar. Mähr hofft, dass die Einsprüche abgewiesen werden - sonst würden massive zeitliche Verzögerungen drohen.

Link:

Werbung X