Hohenems: Jüdisches Viertel wurde eröffnet

Nach jahrelangen Diskussionen wurde am Nationalfeiertag das jüdische Viertel in Hohenems offiziell eröffnet. Innerhalb eines halben Jahres wurden insgesamt 133.000 dreifarbige Pflastersteine verlegt, zwei Brunnen angelegt und neue Bänke aufgestellt.

Der neue, verkehrsberuhigte Salomon-Sulzer-Platz, wie er ab der Eröffnung genannt wird, soll ein Ort der Begegnung werden und zum Verweilen einladen, sagt der Leiter des jüdischen Museums, Hanno Loewy. So war es jedoch nicht immer, jahrelang wurde im Vorfeld über das jüdische Viertel gestritten, erzählt Loewy. Ein Streit sei anstrengend und oft auch unangenehm, aber dadurch komme schlussendlich oft etwas besseres hervor, als man am Anfang gedacht hätte.

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Feierliche Eröffnung des jüdischen Viertels in Hohenems.

Weitere Projekte in Hohenems geplant

Bürgermeister Dieter Egger (FPÖ) eröffnete die Feier und enthüllte das Schild des neuen Platzes. Die Vorbereitungsarbeiten des Projektes starteten aber unter seinem Vorgänger. Damals war die FPÖ noch gegen diesen Platz, laut Egger ging es zu diesem Zeitpunkt um die Kosten, diese seien zu hoch angesetzt gewesen. Da man sie aber im Laufe der Zeit reduzieren konnte, sei es nun in Ordnung. In den kommenden Jahren sollen in Hohenems nun auch noch die Harrachgasse und die Marktstraße neu gestaltet werden.

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