Köhlmeier kritisiert Hohentwiel-Umfrage

Der Harder Bürgermeister Harald Köhlmeier (ÖVP) kritisiert die Umfrage der Partei „Grünes Hard“ zum möglichen Anlegeplatz der Hohentwiel im Binnenbecken der Gemeinde. Sie sei nicht repräsentativ. An seinem Zeitplan will er festhalten.

Köhlmeier stellt das Ergebnis der Umfrage infrage, bei der sich 91 Prozent gegen einen Anlegeplatz für die Hohentwiel im Harder Hafen ausgesprochen hatten. Die Grünen wollen laut dem Bürgermeister einen Keil in die Bevölkerung treiben.

Noch im Mai hätten alle Fraktionen - einschließlich der Grünen - einstimmig beschlossen, nach dem Sommer eine Arbeitsgruppe zur Hohentwiel einzurichten und die Angelegenheit sachlich mit Experten zu diskutieren. Daran will Köhlmeier festhalten.

Über 900 Bürger stimmten mit

Laut den Grünen seien über 900 Stimmen eingelaufen, etwa die Hälfte via Rücksendekuvert einer Postwurfsendung, die andere Hälfte über das Online-Abstimmungswerkzeug, das die Grünen zu diesem Zweck eingerichtet haben. Die große Mehrheit habe sich dagegen ausgesprochen, das Binnenbecken für die Hohentwiel und andere große Schiffe zu öffnen, informierte Grünen-Gemeinderat Sanel Dedic in einer Aussendung am Dienstag.

Am Mittwochabend werden die Grünen einen Antrag in der Gemeindevertretung einbringen. Ziel ist ein Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung, wonach großen Schiffen die Einfahrt in das Binnenbecken verwehrt bleiben soll.

Streit um Anlegeplatz

Seit August tobt eine politische Auseinandersetzung zum möglichen Anlegeplatz der Hohentwiel in Hard. Die Grünen werfen Bürgermeister Harald Köhlmeier (ÖVP) vor, über den Anlegeplatz entschieden zu haben, ohne die Bevölkerung eingebunden zu haben.

Köhlmeier sagt, es sei in der Sache noch nichts beschlossen worden, vielmehr werde im September eine Arbeitsgruppe zu dem Thema eingerichtet - mehr dazu in Hard: Streit um Anlegeplatz für Hohentwiel.

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