Kompromiss: Kirche Bildstein wird umgebaut

Seit Monaten sorgt die Renovierung der Wallfahrtskirche Bildstein für Wirbel. Am Sonntag hat die Katholische Kirche bekannt gegeben, dass man einen Kompromiss gefunden hat. Die drei Altäre der Kirche bleiben erhalten. Geplanter Baubeginn ist im Jänner.

Die geplante Neugestaltung der Kirche sorgte monatelang für Aufregung. Die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Wallfahrtskirche muss renoviert werden. Im Jänner sagte Pfarrer Paul Burtscher, man wolle zwar Traditionelles bewahren, man müsse aber auch nach vorne blicken.

Bildstein Kirche
Architekturbüro Christian Lenz
Plan für die Neugestaltung

Die jetzigen Altäre seien zwar seit rund 40 Jahren in Bildstein, seien aber keine echten Bildsteiner, sagte der Pfarrer damals. Im Pfarrvolk regte sich Unmut. Die Diözese Feldkirch verordnete im Jänner eine Nachdenkpause im Streit um die Gestaltung des Altarraums. Der damalige Entwurf, der aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangen war, war durch eine deutliche Reduktion des bisherigen Altarraumes gekennzeichnet.

„Spiritualität und zeitgenössische Architektur“

In einer Aussendung der Katholischen Kirche heißt es am Sonntag nun, dass nun Kompromiss geglückt ist. Die Neugestaltung sei eine Verbindung von Spiritualität und zeitgenössischer Architektur, wird Bischof Benno Elbs zitiert. Pfarrer Burtscher spricht laut Aussendung von einem geglückten Kompromiss.

Altarinsel mit Gnadenbild wird neu gestaltet

Die drei Altäre, die sich derzeit in der Kirche befinden, bleiben in dieser Form erhalten. Die Barockholzdecke wird saniert, die bestehenden Kirchbänke finden in der Neugestaltung wieder ihren Platz. Die ersten zwei Bankreihen weichen der in Zukunft größeren Altarinsel, im hinteren Bereich der Kirche ist ein zusätzlicher Platz für Pilgergruppen vorgesehen.

Am 26. September findet um 20.00 Uhr im Pfarrsaal ein Infoabend zum Sanierungs- und Gestaltungskonzept statt.

Neu gestaltet wird vor allem die Altarinsel mit dem Gnadenbild. Dieses wird seinen Platz künftig wieder in der Hauptachse des Raumes hinter dem Volksaltar finden. Es rückt damit an die ursprüngliche Stelle zurück. Rund um das Gnadenbild werden mobile Sitzgelegenheiten geschaffen, damit auch direkt davor gebetet werden kann.

Fußboden wird mit Bodenheizung erneuert

Der Fußboden des Kirchenraums wird komplett erneuert und eine Bodenheizung wird eingebaut. Diese sei notwendig, um ein konstantes Raumklima zu schaffen, unter dem etwa Holzdecke und Altäre keinen Schaden mehr nehmen. Auch die Wände werden generalsaniert.

Die Gesamtkosten belaufen sich nach Angaben der Katholischen Kirche auf rund 1,5 Millionen Euro. Baubeginn soll im kommenden Jänner sein.

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