Hard: Streit um Anlegeplatz für Hohentwiel

Die Harder Grünen werfen der Gemeinde vor, im Binnenbecken einen neuen Anlegeplatz für die Hohentwiel zu planen. Die Bevölkerung werde in die Entscheidung nicht eingebunden. Bürgermeister Harald Köhlmeier (ÖVP) bestreitet die Vorwürfe.

Derzeit steht die Hohentwiel einige hundert Meter entfernt vom Harder Binnenbecken. Wie die Grünen in einer Postwurfsendung informieren, würden Bürgermeister Köhlmeier und die Hohentwil-Betriebsgesellschaft nun einen neuen Standort für den historischen Raddampfer planen, und zwar direkt im Binnenbecken. Dazu sei am Strand ein großes Gebäude mit Küche, Restaurant, Yachtclub und Duschanlagen geplant.

„Das Harder Binnenbecken gehört allen Hardern. Wenn man dieses Naturjuwel wirtschaftlich verwerten will, müssen die Harder gefragt werden, ob sie das wollen oder nicht“, sagt Eva Hammerer („Grünes Hard“). Von den Grünen auf die Planung angesprochen, habe Köhlmeier diese zuerst verneint, kurze Zeit später jedoch das Projekt präsentiert.

Bürgermeister wünscht sich neuen Standort

Köhlmeier weist die Kritik zurück und spricht von einem „höchst unseriösen politischen Stil der Grünen“. Dass er für einen neuen Hohentwiel-Standort im Binnenbecken ist, bestätigt er aber. Er sei der Meinung, dass sich das Schiff einen prominenteren Platz als bisher verdient hätte.

Ab September wird dazu laut Köhlmeier offiziell eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Auf ORF-Anfrage bestätigt Köhlmeier, dass er bereits im Vorjahr mit den Hohentwiel-Betreibern über einen möglichen neuen Standplatz gesprochen habe. Die gemeindeintern bereits präsentierten Pläne wollen weder der Bürgermeister noch die Hohentwiel-Betriebsgesellschaft vorlegen. Es handle sich lediglich um Konzept-Studien, Beschlüsse würden noch keine vorliegen.

Der Standortvertrag der Gemeinde Hard mit der Hohentwiel läuft im Jahr 2022 aus. Sowohl die Grünen als auch die Volkspartei sind laut eigenen Aussagen daran interessiert, dass die Hohentwiel auch künftig in Hard steht.

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