Stadttunnel Feldkirch: Vorarbeiten liegen im Plan

Vor einem Jahr wurde die erste Umweltverträglichkeitsprüfung für das Stadttunnel-Projekt in Feldkirch abgeschlossen. Juristisch sind zwar noch einige Fragen zu klären, die Vorarbeiten zur Umsetzung laufen aber weiter.

Die Arbeiten zur Umsetzung des Stadttunnels laufen weiter, ungeachtet der Frage, wie das Bundesverwaltungsgericht über die Einsprüche gegen den positiven Bescheid ausfallen wird. Ende Juni wurde beim Portal Felsenau ein Probevortrieb gemacht, sagt Projektleiter Bernhard Braza.

„Wir haben ungefähr hundert Tonnen Fels herausgesprengt um Aufschlüsse darüber zu gewinnen, ob dieses Material für Betonzuschlagstoffe geeignet ist, ob wir einen Teil des Ausbruchmaterials dann später beim Hautvortrieb für den Beton verwenden können“, so Braza. Diese Proben werden derzeit in den Labors ausgewertet.

Kein Wall gefährdet

Bereits ausgeräumt wurden nach Angaben von Braza Bedenken, wonach ein jungsteinzeitlicher Wall im Gebiet des Stadtschrofens durch den geplanten Lüftungsschacht beeinträchtigt werden könnte: „Es hat eine archäologische Prospektion gegeben und die ist zum Schluss gekommen, dass zwar die Wallanlage gefunden wurde, aber abseits von dem Standort in dem wir unser Lüftergebäude errichten werden.“

Grünes Licht gebe es auch für den Portalbereich von Tisis, der ebenfalls archäologisch bedeutsam ist, sagt Braza. Hier habe man zwei Kanonenkugeln aus Blei aus dem Jahr 1799 gefunden.

Grundablösen gehen voran

Zügig würden auch die Grundablösen vorangehen. „Wir sind für den Abschnitt 1, das heißt also für den Tunnelabschnitt Felsenau, Altstadt und Tisis bereits so weit, dass man sagen kann, ungefähr zwei Drittel der notwendigen Ablösen sind vertragsreif und unterzeichnet“, sagt Braza.

Die noch ausstehende gerichtliche Entscheidung über die Einsprüche gegen den UVP-Bescheid habe laut Braza noch zu keinen Verzögerungen geführt. Offen ist auch noch, ob die Bürgerinitiative aus Liechtenstein im Verfahren Parteistellung hat. In der Straßenbauabteilung des Landes geht man davon aus, dass - wie geplant - im zweiten Halbjahr 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

Projekt für 230 Millionen Euro

Vor einem Jahr wurde mit dem positiven Baubescheid für den Stadttunnel Feldkirch die erste Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für ein Straßenbauprojekt in Vorarlberg abgeschlossen. In einer einwöchigen öffentlichen Verhandlung wurden fast 30 Gutachten und unzählige Details zu dem 230-Millionen-Euro-Projekt vorgestellt.

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