Seestadt: Baustart verschiebt sich wieder

Wegen Anrainereinsprüchen und Kostenüberschreitungen wird sich der Baustart bei der Seestadt in Bregenz verzögern - mindestens bis Ende Sommer oder Herbst, sagt Prisma-Vorstand Bernhard Ölz. Das Projekt könnte sogar nur abgespeckt realisiert werden.

Seestadt und Seequartier sind die größten Bauvorhaben in Bregenz für die nächsten Jahre. Insgesamt sollen im Bereich zwischen Montfortstraße und Quellenstraße auf 46.000 Quadratmetern über 240 Millionen Euro verbaut werden.

Immer wieder hat sich der Baustart beim Seestadtareal seit Ankündigung des Projekts im Jahr 2008 nach hinten verschoben. Derzeit verhindern Anrainereinsprüche den Baubescheid, und die Kosten sind laut Ölz noch zu hoch. Deshalb sollten die Baufirmen nachbessern, oder die Aufträge würden international ausgeschrieben, so Ölz. Sollten die Baukosten nicht gesenkt werden können, kann sich Ölz sogar vorstellen, da und dort Abstriche beim Bau zu machen.

Bahnhof bleibt noch länger stehen

Was inzwischen so gut wie fix ist, ist eine Unterführung vom Bahnhof Richtung Festspiele. Für die Stadt sei das ein wichtiger Punkt, sagt Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP). Was noch ausverhandelt werden muss, ist die Aufteilung der Kosten von 23 Millionen Euro auf Land, Stadt und ÖBB. Da die Unterführung eines der ersten Bauprojekte beim Gelände des Seequartiers sein wird, dürfte sich der Abriss des Bahnhofes in Richtung 2019-2020 verschieben. Zuletzt hieß es, mit dem Abriss werde noch heuer begonnen. Mehr dazu in Bregenzer Bahnhof wird noch heuer abgerissen.

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