Doskozil will Militärkommando stärken

Nach dem Antrittsbesuch von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) zeigt sich Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) zufrieden: Die Jägerkompanie soll erhalten bleiben - eine Entscheidung soll im Juni erfolgen.

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Doskozil in Vorarlberg

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) auf Antrittsbesuch in Bregenz; Beitrag von Birgit Hackspiel

Wallner hatte von einer Kurskorrektur beim Bundesheer gesprochen, als Doskozil seine Pläne bekanntgab. Die drei Dauerfragen Weiterführung der Jägerkompanie, Militärmusik und Stärkung der Militärkommanden wurden plötzlich positiv beantwortet. Doskozil bestätigte diesen Kurswechsel auch am Freitag bei seinem Antrittsbesuch bei Wallner.

Ihm sei die Stärkung der Regionalität wichtig, betonte Doskozil im Gespräch mit dem ORF Vorarlberg. Es sei wichtig, dass man auf die länderspezifischen Eigenheiten und Wünsche stark Bedacht nehmen könne.

Neues Konzept am 10. Juni

Konkret heißt das: Die Jägerkompanie in Bludesch und damit die Verfügbarkeit des Katastrophenschutzes im Land soll erhalten bleiben, die Miliz soll - nach Möglichkeit - zu alter Stärke aufgebaut werden. Eine Aufstockung soll auch bei der Militärmusik erfolgen. Wallner zeigt sich zufrieden. Die wichtigsten Forderungen des Landes Vorarlberg - nämlich den Erhalt des Jägerbataillons 23 und den Erhalt der Militärmusik in voller Stärke - habe Doskozil positiv aufgenommen.

Eine endgültige Entscheidung wird in den nächsten Wochen erwartet. Kommende Woche wird sich die Landeshauptleutekonferenz noch einmal mit dem Thema befassen, am 10. Juni soll dann das fertige Konzept vorgelegt werden.

Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler, Landeshauptmann Markus Wallner, Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil und Vorarlbergs Militärkommandant Ernst Konzett
VLK
Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler, Landeshauptmann Markus Wallner, Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil und Vorarlbergs Militärkommandant Ernst Konzett

Allgäuer: Aufforderung an Wallner

Der freiheitliche Klubobmann Daniel Allgäuer bezeichnet die Kurskorrektur von Minister Doskozil als erfreulich. Jetzt liege es an Landeshauptmann Wallner, bei der Landeshauptleutekonferenz den nötigen Beschluss herbeizuführen.

Eine gewünschte Dezentralisierung des Bundesheers müsse vor allem auch dazu führen, dass Vorarlberger Rekruten zumindest ihre Grundausbildung im Lande absolvieren können, so Allgäuer am Freitag in einer Aussendung.

SPÖ-Streit: Doskozil erwartet klare Stellungnahme

Bezüglich den internen Streitigkeiten in der SPÖ sagte Doskozil, er sei nicht angetreten, um jemandem etwas auszurichten oder Öl ins Feuer zu gießen. Wichtig sei, dass es am Montag bei der Vorstandssitzung offene Worte gebe. Das, was jetzt ablaufe, sei nicht fair. Er warte sich am Montag eine klare Stellungnahme im Parteivorstand.

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