„Rhesi“-Projekt soll Ende 2017 stehen

Das Hochwasserschutz-Projekt für den Rhein „Rhesi“ wird konkreter. Nach fünf Jahren Prüfung hat man sich geeinigt, eine Variante konkret zu verfolgen. Vorgesehen ist im Wesentlichen, den Rhein innerhalb der bestehenden Dämme zu verbreitern.

Die Projektpartner aus Vorarlberg und der Schweiz haben sich am Donnerstag auf eine Variante geeinigt, die nun vertieft verfolgt werden soll. Die vom Projekt betroffenen Gemeinden in beiden Ländern sowie Umweltverbände haben 54 Stellungnahmen zu den Projektideen abgegeben.

„Kompromissbreitschaft von allen Seiten nötig“

Erfreulich sei, dass eigentlich alle Stellungnahmen für das Pojekt „Rhesi“ sprechen, so „Rhesi“-Projektleiter Markus Mähr. Daran seien aber auch konkrete Forderungen geknüpft. Favorisiert werde im Großen und Ganzen eine Lösung innerhalb der heutigen Dämme.

Allerdings würden bei Landwirtschaft und Ökologie die Meinungen immer noch weit auseinander gehen, so Mähr. Hier werde es von allen Seiten eine Kompromissbereitschaft brauchen, das man zu einer breit getragenen Lösung kommen kann.

Wallner: Hochwasserschutz im Vordergrund

Bedenken gibt es von Trinkwasserversorgern, Umweltverbänden und Landwirten. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) appelliert, nicht auf Verzögerungen hinzuarbeiten. Man könne sich jetzt auf den Weg machen, eine konkrete Variante im Detail zu klären.

Alle beteiligten Gruppen seien nun aufgefordert, so Wallner, ihre Anliegen weiter einzubringen, aber auch daran mitzuarbeiten, dass der Hochwasserschutz im Vordergrund steht.

Zeitplan sieht Ende 2017 vor

Der St. Galler Kantonsrat Willi Haag fordert Kompromissbereitschaft ein. Nur so könne ein bewilligungsfähiges Projekt ausgearbeitet werden. Ohne Bewilligungsfähigkeit gebe es keine Staatsverträge, ohne Staatsverträge gebe es kein Geld und ohne Geld könne man nicht bauen. Bis Ende 2017 will man das Projekt bewilligungsfähig ausbauen.

Zum Hochwasserschutzprojekt „Rhesi“

Das Projekt „Rhesi“ hat die Verbesserung des Hochwasserschutzes am unteren Alpenrhein zum Ziel. Die Abflusskapazität des Alpenrheins soll über die gesamte Länge der Internationalen Strecke auf mindestens 4300 Kubikmeter/Sekunde erhöht und auf den Oberlauf abgestimmt werden. Das Projektgebiet erstreckt sich entlang des Rheins von km 65.00 (Illmündung) bis km 91.00 (Mündung in den Bodensee).

Für die Erreichung dieses Ziels sind bauliche Maßnahmen notwendig. Diese müssen die gesetzlichen Vorgaben in Österreich und der Schweiz einhalten. Unter anderem umfasst dies die Verbesserung der ökologischen Situation, die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und den sparsamen Umgang mit den Ressourcen.

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