S18-Nachfolgelösung soll heuer fixiert werden

Das Land Vorarlberg und die Straßengesellschaft ASFINAG gehen davon aus, dass es heuer eine gesetzlich fixierte Nachfolgelösung für die S18 gibt. Ein 230 Seiten starker Umweltbericht wurde an das Verkehrsministerium übergeben. Geprüft werden zwei Varianten.

Die geplante Schnellstraße durch das Ried, landläufig noch immer unter dem Namen S18 bekannt, könnte in diesem Jahr eine wesentliche Hürde nehmen. Derzeit existiert sie lediglich in den Köpfen von Verkehrsplanern, Politikern und auf Tausenden Seiten Papier. Spätestens bis zum Ende des Jahres soll sie gesetzlich verankert sein.

Damit verbunden ist der ausdrückliche Auftrag, sie zu bauen. Wenn ein Straßenprojekt im Gesetz verankert ist, dann ist das eine Verpflichtung, dieses Vorhaben auch umzusetzen und das nötige Geld dafür bereitzustellen. Die S18-Nachfolgelösung würde damit vom bloßen Wunsch zur politischen Forderung.

Prüfung für mehrere Varianten

Grundlage für die Verankerung einer S-18-Nachfolgelösung im Gesetz ist die „Strategische Prüfung Verkehr“. Bei der „Strategischen Prüfung“ wird vom Ministerium geklärt, ob eine bestimmte Straßenverbindung nötig ist, wie sie sich auswirken könnte und ob es Alternativen gibt. Diese Prüfung betrifft nicht nur die Verbindung durch das Ried, die Variante Z, sondern auch die Ostumfahrung von Lustenau. Wenn die „Strategische Prüfung“ abgeschlossen ist und der Ministerrat und das Parlament zustimmen, dann ist eine Nachfolgeregelung für die S18 im Gesetz verankert.

Damit die Prüfung durchgeführt werden kann, wurde wenige Tage vor dem Jahreswechsel ein Umweltbericht mit 230 Seiten im Verkehrsministerium übergeben, sagt Christian Rankl, Verkehrsplaner im Landhaus. Nach Abschluss dieser Prüfung wird das Projekt dem Ministerrat und dem Parlament in Wien zur Genehmigung vorgelegt.

Baubeginn frühestens 2022

Rankl rechnet damit, dass die Autobahnverbindung in die Schweiz in jedem Fall noch heuer gesetzlich fixiert wird. Die Entscheidung über die Variante, also Riedstraße oder Ostumfahrung Lustenau, fällt erst später.

Günter Fitz, Projektleiter bei der ASFINAG, beziffert die Kosten derzeit mit 530 bis 900 Millionen Euro. Ein Baubeginn sei erst ab 2022 realistisch.

Werbung X