Doppelmayr: Rückgang bei Umsatz und Gewinn

Der Wolfurter Seilbahnhersteller Doppelmayr hat im Geschäftsjahr 2014/2015 Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verbucht. Nach Angaben des Vorstands gibt es dafür aber rein buchhalterische Gründe. Die Marktführerposition im internationalen Wettbewerb sei gefestigt.

Der Umsatz von Doppelmayr ist im Geschäftsjahr 2014/2015 um rund sieben Prozent auf 795 Millionen Euro gesunken. Der Gewinn verringerte sich um 8 Prozent auf knapp 64 Millionen Euro. Diese Zahlen erklären sich nach Angaben von Vorstand Hanno Ulmer ausschließlich mit buchhalterischen Effekten. Viele Projekte würden derzeit realisiert und scheinen deshalb nicht in der Bilanz auf.

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Doppelmayr-Position gefestigt

Der Umsatz des Wolfurter Seilbahn-Herstellers Doppelmayr ist im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht gesunken, aber die Position als Weltmarktführer wurde gefestigt.

Sotschi 2014 sorgte für Rekordumsatz

Im Geschäftsjahr 2013/14 seien sehr große Projekte, etwa im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen im russischen Sotschi, in die Bilanz eingeflossen und hätten für einen Rekordumsatz gesorgt. Zudem seien weitere Projekte zum Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt gewesen und würden deshalb erst im laufenden Geschäftsjahr zu Buche schlagen, erklärte Ulmer. Dementsprechend hoch seien 2014/15 deshalb auch die Vorräte (259,8 Mio. Euro) und die Forderungen (293,9 Mio. Euro).

Tourismus weiterhin Kerngeschäft

Betrachtet man das Wachstum des Konzerns über die letzten Jahre hinweg, sei Doppelmayr voll auf Kurs, sagt Hanno Ulmer. In den vergangenen 10, 12 Jahren sei der Umsatz um etwa 90 Prozent gestiegen.

Kerngeschäft und Kernmärkte seien weiterhin Europa und die USA mit touristischen Projekten. Der Umsatzanteil beträgt 70 Prozent. Städtische Verkehrssysteme, wie sie in Bolivien gebaut werden, machen nur 20 Prozent aus. Laut Vorstand Michael Doppelmayr sind die landschaftlichen Voraussetzungen etwa in Österreich nicht so günstig, zudem sei die Genehmigung wesentlich komplizierter als in Südamerika.

Aktuelle Projekte in Bolivien und Vietnam

Von aktuellen Projekten verwies Doppelmayr unter anderem auf einen Folgeauftrag für das weltweit größte urbane Seilbahnnetz in La Paz in Bolivien und die mit 7,9 Kilometern weltweit längste 3S-Bahn (Dreiseilbahn) auf Vietnams höchstem Berg Fansipan.

Neues Verwaltungsgebäude in Wolfurt

Für das laufende Wirtschaftsjahr 2015/16 erwarten die Doppelmayr-Vorstände, „sollte nichts Unvorhergesehenes passieren“, eine leichte Steigerung des Umsatzes und des Ergebnisses. In Wolfurt wurde mit dem Bau des neuen Verwaltungsgebäudes ( 50 Mio. Euro) begonnen, das im Dezember 2016 bezugsfertig sein soll. Doppelmayr beschäftigt weltweit 2.546 Mitarbeiter, etwas mehr als die Hälfte (1.326) in Österreich.

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