Feldkircher Stadttunnel: Beschwerden nach UVP

Die Gegner des Feldkircher Stadttunnels geben nicht auf. Vier Wochen nach der Ausstellung des positiven Bescheides nach der Umweltverträglichkeitsprüfung liegt eine Reihe von Beschwerden vor.

Neben zwei Bürgerinitiativen aus Feldkirch und Liechtenstein haben sieben Anrainer Rechtsmittel eingelegt. Aus Liechtenstein kommen außerdem zwei Beschwerden von Naturschutzorganisationen. Sie kritisieren, dass die vier Tunnelstrecken nicht so viel Entlastung bringen wie von den Betreibern vorhergesagt. Die Beschwerdefrist endet am Wochenende.

Erstes Straßenprojekt mit UVP

Der Stadttunnel Feldkirch ist das erste Straßenprojekt in Vorarlberg, bei dem eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt wurde. Die Bevölkerung wurde in den Planungsprozess einbezogen und regelmäßig informiert. Die Auswirkungen des Vorhabens wurden in Bezug auf Lärm, Gesundheit, Verkehrsaufkommen, Sicherheit untersucht.

Bescheid mit 300 Auflagen

Der Bescheid enthält eine Fülle von Auflagen. 300 sind es insgesamt, sie müssen erfüllt werden, um den Bau möglich zu machen. So muss ein halbes Jahr vor der Inbetriebnahme nachgewiesen werden, dass die Entlastungseffekte auch erreicht werden können. Sonst darf der Tunnel nicht gebaut werden.

Der Stadttunnel Feldkirch soll rund 230 Millionen Euro kosten. Mit seinen vier Tunnelästen soll er unter anderem eine Entlastung für die Bärenkreuzung bringen, die mit rund 50.000 Fahrzeugen täglich die am stärksten belastete in Vorarlberg ist.

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