130 Schmetterlingsarten ausgestorben

Schmetterlinge sind offenbar massiv bedroht. Laut einer aktuellen Studie ist in den letzten 20 Jahren in Europa die Hälfte aller Wiesen-Schmetterlinge verschwunden. In Vorarlberg starben 130 Arten aus.

Man hat den Eindruck, Schmetterlinge sind in Vorarlberg nur mehr vereinzelt zu sehen. Mehr als 130 Arten verschwanden tatsächlich in den letzten Jahren, so Biologe Klaus Zimmermann von der Inatura. 40 Prozent der Arten wären massiv gefährdet. Es gelte wachsam zu sein und der Entwicklung etwas entgegenzusetzen.

Insgesamt gibt es in Vorarlberg (noch) rund 2.300 verschiedene Schmetterlingsarten.

Die Verbauung von Grünflächen, eine intensive Landwirtschaft sowie Pestizide sind laut Zimmermann die Hauptgründe für das Schmetterlingssterben. Ebenso spiele der Einsatz von Rasenrobotern eine große Rolle. In der Folge gebe es wichtige Blüten- und Futterpflanzen in zahlreichen Gärten nicht mehr.

„Lasst die Blumenwiesen stehen“

Mit dem Verbot von Pestiziden wurde bereits reagiert, so Zimmermann. Zudem müssten nun die Menschen sensibilisiert und auf das Problem aufmerksam gemacht werden. In den Gemeinden wurde schon reagiert: Grünflächen werden nicht mehr exotisch sondern natürlich bepflanzt. Damit haben Insekten wieder entsprechende Nahrung. Schmetterlinge beziehen nur von wenigen Pflanzen Nektar.

Wichtig sei insgesamt mehr Wachsamkeit, ohne dass es schon einen Anlass zur Sorge gebe, so Zimmermann. Aber auf die Insekten müsse aber geschaut werden. Man sollte zumindest ein kleines Stück Blumenwiese stehen lassen.

Neue Arten vom Mittelmeer

Aufgrund der natürlichen Populationsentwicklung und des wärmeren Klimas wird beobachtet, dass immer mehr Schmetterlingsarten vom Mittelmeer nach Mitteleuropa ziehen, manche sogar bis von Südafrika.

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