Raststätten-Gegner rechnen sich Chancen aus

Zwanzig Berufungen mit rund 200 Unterzeichnern sind gegen die Genehmigung der Raststätte in Hörbranz beim Landesverwaltungsgericht eingegangen. Die Anrainer rechnen sich gute Chancen aus, dass das Projekt umgeplant wird.

Die Einwände der Raststättengegner sind bekannt: Sie betreffen etwa die langen Zufahrten. Aber auch die Verbesserungsvorschläge seien nicht berücksichtigt worden, sagt Carmen Niederacher-Ferraton. Sie habe deshalb gegen den positiven Bescheid berufen.

Lärmbelastung nicht korrekt berechnet?

Der Bludenzer Anwalt Thomas Lins vertritt zwei Anrainer, die Miteigentümer des betroffenen Grundstücks sind. Auch diese Beschwerde richtet sich gegen die Zu- und Abfahrten zur Raststätte. Bei der Berechnung der Lärmbelastung habe man diese Straßen nicht dazugerechnet, um die zulässigen Grenzwerte nicht zu überschreiten. Die Beschwerde mit den meisten Unterschriften kommt von Bürgern aus Lindau. Daniele Kraft, Sprecherin der Anrainer, sagt, der Pkw- und Lkw-Verkehr würde direkt an den Wohngebieten vorbeifahren, die zulässige Lärmbelastung würde bei korrekter Berechnung überschritten.

Am Dienstag wurde bekannt, dass die Gegner des umstrittenen Raststätten-Projekts sich neu formiert hatten: 200 Beschwerdeführer - davon 140 aus dem benachbarten Lindau - erhoben 20 Beschwerden gegen den Baubescheid der Bezirkshauptmannschaft Bregenz. Das Landesverwaltungsgericht sieht sich deswegen mit dem größten Verfahren seiner Geschichte konfrontiert - mehr dazu in 200 Gegner bekämpfen Raststätte.

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