Blasmusikverband fürchtet Sparmaßnahmen

Der Vorarlberger Blasmusikverband fürchtet massive Auswirkungen auf die Qualität der zivilen Blasmusikorchester durch die vorgesehenen Kürzungen bei den Militärmusiken. Kritiker erwägen jetzt einen Protest.

„Für mich gehört auch eine bestimmte Größe einer Musikkapelle dazu“, sagt Engelbert Bereuter, Obmann des Blasmusikverbandes Bregenzerwald, in Anspielung auf die geplante Verkleinerung der Militärkapellen von 47 auf 20 Personen. Wenn die Größe wegfalle, dann falle damit auch das Erlebnis weg, das nur eine große Kapelle bieten könne, so Bereuter.

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Beitrag von Sascha Stefanakis, Elmar Schrottenbaum und Erich Lazar.

Der Grund für den Ärger: Militärkapellen gelten als Kaderschmieden der zivilen Blasmusik-Orchester. Wenn in diesem Bereich gespart werde, wirke sich das negativ auf die Qualität aller anderen Orchester aus, lautet die Befürchtung.

Volksanwaltschaft hat Prüfverfahren eingeleitet

Im Verteidigungsministerium sieht man die Sache gelassener. Sprecher Michael Bauer verweist darauf, dass die Gardemusik unverändert erhalten bleibe: „Es wird lediglich zu einer personellen Änderung bei den Militärmusiken in den Bundesländern kommen.“ Zumindest blieben die Militärmusiken erhalten, so Bauer weiter - „wenn auch in verkleinerter Form.“

Für die Kritiker ist der Rubikon aber überschritten, sie erwägen Protestaktionen. Auch die Volksanwaltschaft hat einen Part übernommen, ein Prüfverfahren ist eingeleitet worden.

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