Verkehrsplanung über die Grenzen hinweg

Seit zwei Jahren läuft im mittleren Rheintal ein Verkehrsplanungsprozess von Schweizer und Vorarlberger Gemeinden. Neben dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs geht es auch um die Errichtung einer neuen Verbindung zwischen den Autobahnen.

Das Projekt „Netzstrategie Mittlere Rheintal“ wird gemeinsam vom Land Vorarlberg und dem Kanton St. Gallen betrieben. Ziel ist es, gemeinsam grenzüberschreitende Verkehrslösungen für das mittlere Rheintal zu entwickeln. Eine Interessensgruppe hat jetzt aus zehn möglichen Maßnahmenpaketen fünf ausgewählt, die weiter bearbeitet werden.

20.000 Fahrzeuge täglich durch Diepoldsau

Anlass zum Start des Planungsprozesses seien die Verkehrsprobleme in der Schweizer Gemeinde Diepoldsau gewesen, so Marcel John, stellvertretender Kantonsingenieur in St. Gallen, im Radio-Vorarlberg-Interview. Die Verkehrsbelastung in Diepoldsau liege bei 20.000 Fahrzeugen täglich.

Gesucht wird auch eine neue Straßenverbindung im Grenzgebiet. Wo sie verlaufen könnte, ist derzeit noch offen. Die Variantenprüfung für die Schnellstraße zwischen Dornbirn und St. Margrethen hätten gezeigt, dass es für südlich gelegene Gemeinden keine Entlastung gebe.

Konkrete Vorschläge sollen in einem Jahr vorliegen

Auch das Angebot im grenzüberschreitenden öffentlichen Personenverkehr soll ausgebaut werden. Eine Analyse habe gezeigt, dass die Anzahl der Verbindungen zu gering sei und dass sie in vielen Fällen nur im Stundentakt bedient werden, so John. Bis Februar 2016 sollen konkrete Vorschläge für alle Bereiche des Verkehrs vorliegen und dem Kanton St. Gallen und dem Land Vorarlberg übergeben werden.

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