Klug: „Heeresreform ist Herkulesaufgabe“

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) spricht im ORF-Vorarlberg-Interview angesichts der Budgetkürzungen von einer „Herkulesaufgabe“, um die Heeresreform umzusetzen zu können. Der Grundwehrdienst soll trotz sparen vollinhaltlich umgesetzt werden.

Am Samstag wurde in der Walgaukaserne in Bludesch das Kommando für das Jägerbataillon an Ralf Bail übergeben. Im Rahmen der Feierlichkeiten war Minister Klug zu Gast.

„Erste Vorschläge bis zum Frühherbst“

Im ORF-Vorarlberg-Interview sagte Minister Klug auf die Frage, inwiefern die geplante Heeresreform angesichts der Budgetkürzungen umsetzbar ist, dass es sich um eine Herkulesarbeit und keine leichte Arbeit handelt.

Er habe den Generalstab damit beauftragt, bis zum Frühherbst erste Vorschläge für das Bundesheer neu zu bearbeiten, so Klug. Er habe aber dazu klare Vorgaben gemacht. Erstens müsse der Grundwehrdienst vollinhaltlich umgesetzt werden, zweitens müsse das Auslandsengagement für Friedensmissionen auf hohem Niveau fortgesetzt werden und drittens müsse man sich auf die militärisch einsatzwahrscheinlichen Aufgaben konzentrieren.

Kompetenzbilanz im Grundwehrdienst neu

Der Grundwehrdienst neu werde noch heuer umgesetzt und von den Budgetkürzungen nicht betroffen sein, sagt Klug. Über 180 Einzelmaßnahmen sollen mit dem neuen Grundwehrdienst noch heuer umgesetzt werden. So sollen die Rekruten beispielsweise durch Talentechecks in jenen Bereichen eingesetzt werden, für die sie sich am besten eigenen. Außerdem soll eine persönliche Kompetenzbilanz am Ende des Grundwehrdienstes die erworbenen Fähigkeiten auch für das zivile Leben besser anrechenbar machen.

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Verteidigungsminister Gerald Klug im Interview mit ORF-Vorarlberg-Redakteur Bruno Schratzer

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