Stadttunnel Feldkirch: UVP vor Start

Das Projekt der Verkehrsumfahrung Feldkirch ist am Mittwoch zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht worden. Der Bescheid für den Stadttunnel könnte in ein- bis eineinhalb Jahren erfolgen.

Die Vorarbeiten zur UVP haben drei Jahre in Anspruch genommen. Geprüft werden die Auswirkungen des Projekts auf Umwelt, Natur, Landschaft, Menschen, Wirtschaft und Tourismus. 23 Sachverständige werden die Unterlagen prüfen.

Zuvor waren zwischen 2005 und 2008 unter dem Titel „Verkehrsplanung Süd“ 15 Straßenoptionen untersucht worden. Als Lösung ging der Stadttunnel hervor, der einen unterirdischen Kreisverkehr mit vier Tunnelarmen umfasst. Die Stadt Feldkirch, die Gemeinde Frastanz und das Land stimmten der Umsetzung dieser Variante im Jahr 2009 grundsätzlich zu.

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Baubeginn wäre ab 2016 möglich

Bei positivem Ausgang der Prüfung könnte das Projekt in zwei Bauabschnitten ab 2016 umgesetzt werden. In der ersten Etappe würden bis 2022 die Tunneläste Felsenau, Altstadt und Tisis errichtet, anschließend zwischen 2021 und 2023 der Tunnelast Tosters. Die Gesamtlänge des Stadttunnels Feldkirch beträgt knapp vier Kilometer.

Rüdisser: „Kein Killerargument gegen Tunnel“

Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser zeigt sich zuversichtlich, dass es grünes Licht für den Bau geben wird. Das Projekt sei lange, intensiv und unter verschiedenen Aspekten untersucht worden. Im Rahmen der Prüfungen sei man zu keinem Killerargument gekommen und deshalb gehe er davon aus, dass das Verfahren positiv abgeschlossen werden kann.

Der Feldkircher Bürgermeister Wilfried Berchtold (ÖVP) betont, dass das Projekt mehrere Vorteile bringe. Es werde mehr Platz für Radfahrer und den öffentlichen Verkehr geben, zudem bessere Luftgütewerte und mehr Lebensqualität.

Gesamtkosten von 226 Millionen Euro

Rüdisser beziffert die Gesamtkosten mit rund 226 Millionen Euro. Davon trägt der Bund 40 Millionen Euro, den Rest fast zur Gänze das Land. Dazu kommen jährliche Erhaltungskosten von 300.000 bis 500.000 Euro.

Reaktion der „Grünen“

Tunnel-Spinne nennen die Grünen das Feldkircher Straßenprojekt. Sie kritisieren die Kosten von mehr als 220 Millionen Euro. Verkehrssprecher Bernd Bösch sagt, das Geld bräuchte man dringend im Gesundheits- oder Bildungsbereich.

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