Weniger Betriebsübergaben innerhalb Familien
Laut Wirtschaftskammer Vorarlberg wurden im Jahr 1996 noch etwa Dreiviertel der Unternehmen an den Sohn oder die Tochter weitergegeben, 2006 war es nur mehr die Hälfte. Inzwischen haben die Nachkommen oft andere Interessen, erklärt Christoph Mathis von der Wirtschaftskammer.
Wo früher die Familie noch „automatisch“ das Unternehmen übernommen habe, fühlen sich die Nachkommen heute freier, eine andere Ausbildung zu wählen.
Traditionsbruch bei Gründen für Führungswechsel
Ein weiterer Bruch mit der Tradition ist erkennbar, wenn man die Gründe für den Unternehmensführungswechsel betrachtet: So übergibt der Chef heute häufig nicht mehr die Führung, weil er zu alt geworden ist, sondern weil die Ideen der Nachfolger nicht mit der bisherigen Unternehmensstrategie übereinstimmen, die steuerliche Belastung zu hoch ist oder die Finanzierung der notwendigen Investition zu mühsam ist.

